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1855

1.

Ludwig Ferdinand Schmid

Das Herz betäubt und das Gehirn gespalten, Bin ich gewohnt, mich willig zu bescheiden, Weil mich der Trost erfüllt, daß allen Leiden Ein letztes, sichres Ende vorbehalten.

Gesegnet sei des Todes stilles Walten! Die Geisterbanner kann ich nicht beneiden, Die seiner hehren Größe ihn entkleiden Mit keckem Griff in seiner Toga Falten.

Die Leichen liegen starr auf ihren Betten, Wenn ihre Asche nicht zerstob im Winde, Und ruchlos ist das Spielen mit Skeletten. Das sei verkündet jedem Menschenkinde,

Und vor Nirwanas Heiligkeit verschwinde Das Reich der Gaukler und der Marionetten.

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