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1800

Bitte

Friedrich Schlegel

Ach laß die teure Frau in bittern Leiden, Du milde Königin, mir nicht versinken! Ihr Herz erfrische bald ein himmlisch Winken Aus jenen Augen, die mit Licht uns weiden.

Sie darf der Morgenröte Glanz nicht meiden, Vor der die Sterne all' ins Dunkel sinken, Und darf aus deinem Bilde Gottheit trinken; Sie lebt in Lieb', und liebend wird sie scheiden.

O Mutter! tot und arm sind jetzt die Herzen, Doch wenn auch alle von dir abgefallen, Das Heil'ge überall verspottet bliebe; Wir fühlen noch die gottgeweihten Schmerzen,

Die freudig hin zum letzten Feuer wallen, Es glüht und blüht in uns die erste Liebe.

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