Gebirge du von Pfeilern, Bogen, Mauern,
Mit deutscher Kunst des welschen Himmels Prangen!
An deinem hochgethürmten Umriß hangen
Die Blicke staunend halb und halb mit Trauern.
Ein steinern Heer von Vätern und Erbauern
Der Kirche hält dich, selbst ihr Bild, umfangen,
Und lehrt, wie wandelbar die Zeit empfangen
Wahrheit, so alle Zeit soll überdauern.
Der Chor vertieft sich ernst in farb'gem Lichte,
Doch Eitelkeit der klügelnden Geschlechter
Hat das Portal der alten Form entwendet.
Nun laßen sie, des Heiligen Verächter,
In nacktem Wust den Tempel unvollendet,
Und so verstummt die marmorne Geschichte.