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1821

An Windischmann, bei Vermählung seiner Tochter

August Wilhelm Schlegel

Sieh, biedrer Freund, mich freudig hier erscheinen. Die holde Braut in ihrer Myrtenkrone Wird dem bewährten edeln Mann zum Lohne; Zwei treue Herzen wollen sich vereinen.

Mit Dir sei Gottes Segen, und den Deinen! Des Vaters Geist, der Mutter Tugend wohne In jeder blüh'nden Tochter, jedem Sohne! Du sehest frisch gedeihn die zarten Kleinen!

Dein redlich Thun zu schaun, ist seelenlabend: Ich traf Dich spät auf meinem Lebenswege, Die späte Freundschaft ward erprobt gefunden. Mir neigte längst die Sonne sich zum Abend;

Doch wenn ich nun mich müde niederlege, Dann denke noch so mancher trauten Stunden.

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