Skip to content
1806

An den Freiherrn de la Motte Fouqué

August Wilhelm Schlegel

Wohl thatst du, Freund, entfremdet äußerm Glanze, Vom Staat verlieh'ne Waffen abzulegen. Doch, angestammt, bleibt treu dir Sporn und Degen, Du schwingst im Lied nun alter Ritter Lanze.

Und lieblich winkt die liebevolle Pflanze Der Myrte dir, im Schatten dich zu hegen; Und wie du sorgsam wirst die zarte pflegen, Sproßt sie, o Wunder! dir zum Lorbeerkranze.

Wie gerne krönt' ich, segnend bei dem Feste, Die holde Braut, die dir dein Herz gefunden, Mit jedes Lobes Strahlen-Diademe! Von fern empfange denn, als gute Gäste,

Auf diesem Blatt zum Bild' in eins gewunden, Der sel'gen Lieb' und Poesie Embleme.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.