Skip to content
1806

9.Die Mutter Gottes in der Herrlichkeit

August Wilhelm Schlegel

Dir neigen Engel sich in tiefer Feier, Und Heil'ge beten, wo dein Fußtritt wallt: Glorreiche Himmelskönigin! dir hallt, Die Gott besaitet hat, der Sphären Leier.

Dein Geist blickt sichtbar göttlich durch den Schleier Der unverwelklich blühenden Gestalt; Du trägst ein Kind voll hehrer Allgewalt, Des Todes Sieger und der Welt Befreier.

O Jungfrau! Tochter des, den du gehegt! Dein Schooß ward zu dem Heiligthum erwählet, Wo selbst ihr Bild die Gottheit ausgeprägt. Dein Leben hat das Leben neu beseelet.

Die ew'ge Liebe, die das Weltall trägt, Ist unauflöslich uns durch dich vermählet.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.