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1806

6.Guarini

August Wilhelm Schlegel

Der Hoffnung Grün, die Blüthe süßer Stunden, Der Unschuld Lilie und der Schönheit Rose, Dann, wie Cypressen, dunkler Schickung Looße, Hast du, Guarini, zart zum Kranz gewunden.

Schon sind im Tod die Liebenden verbunden, Da finden sie der Wonne sich im Schooße, Da lös't sich auf in flüsterndes Gekose Das Weh der Dornen, die ihr Herz verwunden.

Treu leitet Anmuth deinen treuen Hirten; Ihm, wenn er lehrt die Wißenschaft der Küße, Glühn Wangen, zittern Lippen, wallen Busen. Ein neu Arkadien schatten frische Myrten:

Der Liebe huld'gen Wald, Thal, Berge, Flüße, Und tauchend folgt Alpheus Arethusen.

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