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1806

3.Das Trauerspiel Numancia

August Wilhelm Schlegel

Roms Heeren, die im langen Kampf erschlaffen, Numancia frei und kühn entgegenstunde. Da naht des unabwendbar'n Schicksals Stunde, Als Scipio neu der Krieger Zucht erschaffen.

Umbollwerkt nun, verschmachtend, helfen Waffen Den Tapfern nicht; sie weih'n im Todesbunde Sich, Weiber, Kinder, Einer Flamme Schlunde, Um dem Triumph die Beute zu entraffen.

So triumphiert, erliegend noch, Hispania: Stolz wandeln ihre Heldenblut-Verströmer Zur Unterwelt auf würdigem Kothurne. Wen Libyen nicht erzeugte, noch Hyrcania,

Der weint, es weinten wohl die letzten Römer Hier an des letzten Numantiners Urne.

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