Da sagt’ ich ihr: mein Geist ist so Verwundrungs-voll,
Daß er nicht weiß, wo er das Werck beginnen soll.
„du wirst die Königinn auf einem Ehren-Wagen„
Sprach sie, biß in den Kreiß der spätsten Nachwelt tragen.„
Wer ist der, fuhr ich fort, der dieß vollbringen kann?
”Faß Muth”, versezte sie, fang bey dem Nahmen an:
”die Grosse Königinn von Hungarn
und von Böhmen,
”der man ihr Eigenthum, ihr Erb-Recht
wollte nehmen;
”erzherzoginn und Frau des Lands
von Oesterreich;
”ein Held, dem in der Welt kein Held,
kein König gleich:
”Die, sag, sey dein Gesang! .... Hier sah' ich sie verschwinden.
Wo konnt’ ich Schwächster nun so viele Kräfte finden?
Ich stund in Sorg und Furcht; so macht ich den Beschluß:
Bey diesem Nahmen ist das Lob ein Ueberfluß;
Wie kann ein zitterndes, verzagtes Singen klingen,
Wo deine Thaten dich, Theresia! besingen?