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1704–1777

Z wölfftes B uch.

Franz Christoph von Scheyb

„betrachtet jedes Leibs Einstimmigkeit und Kraft! „so seht ihr, daß kein Theil nicht andern Vortheil schafft, „und dannoch kann er nicht der andern Hilff entbähren; „steht der nicht jenem bey? muß der nicht jenen nähren?

”Durchgeht das Meer, die Luft, der Erden Grund und Fläche! „jhr findet kein Geschöpf, das meinen Vortrag schwäche. „das Herz erhält sich nicht als durch des Hirnes Geist; „wogegen dieser sich nicht als durch jenes speißt.

„was treibt sie beyderseits in diese Gegenregung? ”Die Luft und ihrer Last stets druckende Bewegung. „seht hin, wohin ihr wollt! es dienet jeder Kreiß „zu meiner Rede Grund, Behauptung, und Beweis;

„es schwinget alles sich in Ordnung auf und nieder; „was GOtt erschuff, geht nur zum Helffen hin und wieder. ”Gewicht und Maß und Zahl, End, Anfang, Ziel und Zeit; „kurz: alle Welt besteht in der Einstimmigkeit.

„die Wercke seynd verknüpft; allein kann keines nüzen; „des einen Wirckung muß das Werck des andern stüzen. „könnt eine Sach allein und sonderbar bestehn, ”So müßte sie der Macht der Allmacht nahe gehn.

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