O Wunder-Thron der Welt! Saphir, Schmaragd und Gold,
Ja was man aus dem Marck der Erde kostbars hohlt,
Umschimmerte den Raum mit solchem Glanz und Blizen,
Als ob man sie schon säh in jenem Tempel sizen,
Den meine Führerinn so groß und hell beschrieb,
Daß aller Künste Macht darob erstaunet blieb.
Man sah die Klarheit nur aus diesen
Und alles in dem Saal durch ihren Glanz erhellen.
So zierte diesen Thron nur fremder Gegenschein,
Es traf der Schimmer erst, nachdem sie sassen, ein.
Das Ansehn, die Gestallt, das Antliz war so prächtig;
Die Freundlichkeit und Lieb und Majestät so mächtig;
Als ruhte, was die Welt zur Pracht der Fürsten spahrt,
Allein auf diesem Thron, auf dieser Gegenwart.
Gleichwie sie Stuffen-weiß desselben Raum bestiegen,
So sah man Licht und Pracht sich erst zusammen fügen.
Da ward er erst beglänzt, so wunderbar geschmückt,
Daß sich der Augen Macht verblendet und entzückt.
Ein feindliches Gemüth müßt sich in Furcht versencken;
Ein Freund hingegen nur auf Glück und Trost gedencken.
Die Mißgunst hätte sich dadurch beschämt gezeigt;
Die Boßheit ihren Trieb der Tadelsucht geneigt.
Geist, Seele, Sinn und Herz war durch den Pomp getroffen;
Da sah man Thür und Thor zu aller Wohlfart offen.