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1704–1777

Z ehndes B uch.

Franz Christoph von Scheyb

Thalia fragte mich, ob ich die Lebens-Zeit Dergleichen Lust gesehn, und solche Zärtlichkeit? Man hört’ und sahe nichts als Schmeicheln, Spielen, Herzen, Der ganze Saal empfand die Reizung mit zu scherzen.

Welch ungemeines Glück erfüllte nicht den Saal Bey diesem Kinder-Chor, bey diesem Freuden-Mahl! War irgendswo ein Kind hier oder dort umrungen, So merckten wir daß sich dahin die meisten drungen;

Biß endlich eine dieß, die andre jenes hielt; Das machte, daß der Streit sich allgemach gestillt. Nur bey dem guten Rath gab es noch Artigkeiten, Die seines Prinzens Aug’ und Herz und Hand erfreuten.

Sein ganzes Leben war in solcher Freud’ und Lust, Daß ihn der treue Greiß fast nicht zu halten wußt. So lebhaft und erweckt, so geistreich sein Geblüthe; So Kummer-voll und schwach schien dieses Manns Gemüthe.

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