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1704–1777

Z ehndes B uch.

Franz Christoph von Scheyb

„jhr aber, Tugenden! ihr habt für mich so viel ”Ersonnen und gewirckt, daß ich schon an dem Ziel „nach dem ich strebte, bin. Jhr wußtet eure Pflichten „die GOtt euch auferlegt, nach jedem Fall zu richten.

„wie manch Mahl kamet ihr dem Feind im Siegen vor? „jhr botet ihm die Stirn, als er den Anfall schwor. ”Wo die Zaghaftigkeit der Freunde Sinnen kränckte, „da wars, wo euer Amt und Sorgfallt sich hinlenckte.

„wo Schrecken, Angst und Noth sich in die Länder drang, „dort stärcktet ihr den Muth durch Liebe, Rath und Zwang. „ward eines Freunds Gemüth durch Feindes List verführet, ”Dem wiest ihr, was der Treu vor Ehr und Ruhm gebühret.

Die feyerliche Uebertragung der Mit-Regentschaft geschahe laut ausgefertigter Acte bereits den 21. Novemb. 1740. „es ward der gröste Sturm durch eure Macht bekämpft; „dann sagt, wer hatte sonst desselben Wuth gedämpft? „hat irgendswo der Schwall des Waffen-Strohms geschäumet,

„dort war durch eure Macht desselben Grimm gezäumet. ”Des Ungewitters Lauf und Toben ist gestillt, „nur weil ihr euers Amts Obligenheit erfüllt. „land, Ordnung und Gesaz bekamen neue Kräfte,

„warum? ihr sorgtet stets um jedes Staats-Geschäfte. „der Thron, wie man ihn sieht; die Ruh des Vaterlands; ”Der Waffen Glück und Ruhm; die Wohlfart jedes Stands; „ja was man in dem Krieg von Heil weiß auszudrücken,

„ist ein Zusammenhang von euern Meisterstücken.

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