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1704–1777

Siebendes Buch.

Franz Christoph von Scheyb

Es wird im Sommer oft der allerschönste Tag, An dem die Sonne selbst ihr Aug ergözen mag, In den beglänztesten und angenehmsten Stunden Von dem geringsten Grau der Wolcken überwunden.

Es steigt von ungefähr ein solcher Schatten vor, Bedeckt, verbirgt die Luft als ein gespannter Flor. Durch eine stille Macht zerstreuet sich die Nässe; Wie wann der Sonne Glanz selbst in das Grau zerflösse:

Nichts sieht man unerbleicht. In einem Augenblick Wird die verhüllte Luft, der Tropfen-Strich so dick, Daß Freude, Lust und Trost, so wie der Schein, verschwindet, Und aller Gassen Raum sich überschwemmt befindet.

Bis sich das blasse Licht der Sonne wieder zeigt, Und ihr noch feuchter Strahl durch solche Wolcke steigt, Die Wässer aus der Luft sich allgemach verquellen, Und alle Kreise sich durch neuen Schein erhellen.

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