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1704–1777

Siebendes Buch.

Franz Christoph von Scheyb

Die Weisheit fieng auch an, doch blieb sie wieder still Und sprach nur Seitwärts dieß: „Die weiß nicht, was sie will: ”Jhr Eigensinn vermeint, man soll nur sie verehren; „das wär ja die Vernunft in blinden Wiz verkehren.

Die welche von dem Glück so redte, ließ nicht nach, Sie suchte mit Getöß den Vorzug, da sie sprach: „stünd ich von euch entfernt, so wär der Abgrund offen, ”Und ihr verschmachtetet für unfruchtbarem Hoffen.

„wie manches Mahl verlohr der Feind so Maß als Ziel? „warum? ich machte mir aus seinem Krieg ein Spiel. „hat er nicht oft zu fruh, zu spät, umsonst gewachet, „warum? weil ihr mit mir von euern Waffen sprachet;

”Ich ware stets mit euch, mit euch hielt' ich mich auf, „und lenckte das Geschick in einen treuen Lauf. „wann euer Feind von mir nur einen Blick verspührte, „so war es, wann ich ihn zu dem Verderben führte.

„halff nicht oft ein Morast, ein Regen, oder Frost, ”Auch selbst der Feinde Zwist? der war euch oft zum Trost. „erweget, wie das Meer so gar sich einst erweckte, „und durch der Winde Grimm der Feinde Stolz erschreckte;

„wem schreibt ihr dieses zu? spracht ihr nicht: das Geschick, „der Umstand, dieser Fall ist unsrer Waffen Glück! ”Jhr selber rieffet auf: des Feindes Unglücks-Fälle! „warum benanntet ihr sie nicht des Glückes Quelle?

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