„jedoch ich tröste mich. Es scheinet bey der Sach
”Noch guter Rath zu seyn. Ich forsche besser nach.
„vernehmt, was ich vermein! ..... Es ließ an einer Seite,
Als wann man dorten sich schon wiederum entzweyte;
Allein man spührte nur den Vorhang einer Thür:
Durch dessen Oeffnung ward der alte Redner irr.
Ich nahme wahr, daß er in Mißvergnügen seye,
Daß man durch das Geräusch die Achtsamkeit zerstreue.
Weil es den Augenblick in seiner Miene ließ,
Gleich als ob er Verdruß und Wiederwillen wies.
Er wandte das Gesicht, die finstern Augen-Lieder,
Der Blicke Regungen, die Stellung hin und wieder.
Sieh da! welch’ angenehm’ und reizende Person
Kam ungefähr daher, und gieng fast biß zum Thron?
Sie wies holdsälige, liebreich’ und sanfte Mienen,
Aus denen Sittsamkeit und Tugend-Reiz erschienen.
Ein Zepter-gleicher Stab in ihrer zarten Hand
War, was die Gegenwart vor wunderbar befand:
Auf dessen Spize stund ein Aug in scharffen Blizen,
Als wann es diesen Rath im Kreise sähe sizen.
Sonst aber hatte sie nur auf sich selber acht,
Biß endlich sie, warum sie kame, vorgebracht.
Das Wort, so man vernahm, aus ihren Lippen fliessen,
Schien ihrer Stimme Klang und Anmuth zu versüssen.