„du, Dicht-Kunst! prahl dich nur! was weiß man von der Zeit
„da nichts als dein Gesang die Helden eingeweiht?
„hätt man sich meines Kiels, nicht deiner Leyr bedienet;
„so wußte man, was dort zum Heil des Lands gegrünet.
„was hilfft der Cither Klang? wo ist dein Ehrenmahl?
”Was weiß man jezt davon? zeig jener Helden Zahl
„woher der Deutschen Herz, Treu, Großmuth, Ruhm entsprungen;
„ich hätte sie dem Fraß der Zeiten abgezwungen.
„mein Schall verliehrt sich nicht, er klinget immerfort,
„die Zeit verzehrt ihn nicht, sie schärfft ein jedes Wort;
”Von mir bekommt der Ruhm stets Kraft und neues Leben,
„selbst die Unsterblichkeit pflegt mir das Lob zu geben.