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1704–1777

E ilftes B uch.

Franz Christoph von Scheyb

„es hat das treue Volck sehr oft nur gar zu recht; „ich halte seinen Ruff nicht allzeit vor so schlecht. „erachte nur den Spruch, der oftmahls wahr gewesen: „(Man darff nur dieses Kriegs Begebenheiten lesen)

„daß eines Volcks Geschrey die Stimme GOttes sey. ”Die Art, mit welcher GOtt uns mahnt, ist vielerley. „bald läßt er Glück und Trost durch solche Stimmen hoffen; „bald wird dadurch das Leid, so gleich erfolgt, getroffen.

„gewiß ists, daß, dem es an Geist und Wiz gebricht, „oft weiser von der Sach, als ein Gelehrter spricht. ”Warum soll also jezt die Stimme gar nichts gelten? „ich sehe nicht, wie du sie billig könnest schelten.

„ich gebe zu, daß sie oft in der Hoffnung irrt; „sich von dem rechten Weeg auf einen Abweeg führt. „allein was ist im Buch der Allmacht eingeschrieben? ”Wer weiß derselben Schluß, wer kennet ihr Belieben?

„und wie? ist es des Volcks Amt und Obligenheit, „daß es Vernunft und Wiz, und solche Fähigkeit „wie du, die Weisheit selbst, zu seinem Antheil habe? „dieß ist dein Eigenthum, und nicht des Pöbels Gabe.

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