„der Stab, den ich zum Schuz stets pflege mit zu führen,
„soll deine Faust, Gemahl! als ein Befehls-Stab zieren;
„er stammt von dem Gericht, das Tugend, Macht und Recht
„mit Wuth verdammet hat, jedoch an nichts geschwächt.
Da sie die Worte sprach, ließ sie ein frohes Wesen
Jm Reden, in dem Aug und in der Regung lesen.
Wir sahn die Frömmigkeit, die sich bey diesem Saz
Erreget wies und sprach: „Der Stab ist jener Schaz
„an welchem Glück und Heil der ganzen Menschheit hangen.
Theresia fuhr fort: ”du wirst ihn gleich empfangen.
„er hat mich der Gefahr des Untergangs befreyt;
„ich hab ihm Kron und Thron und selbsten mich geweiht.
„er ists, den ich weit mehr als Königreiche schäze;
„in den ich mein Vertraun und Wunsch und Hoffen seze.
”O mehr als irrdischer zum Heil geschickter Stab!
„den ich die Lebens-Zeit zum Raths-Gefärten hab;
„mein Ober-Ur-Ahn ists, der ihn zum Schuz erkohre,
„da seiner Feinde Bund sich wieder ihn verschwore.
„er war damahls dem Haus zur allerstärcksten Wehr.
”Geh, Frömmigkeit! geh gleich! bring uns denselben her!
„du weißt das Ruh-Gemach, in dem ich mich verschliesse,
„wann ich um Trost und Hilff das Herz zu GOtt ergiesse;
„du wirst ihn auf dem Tisch bey meinen Schriften sehn;
„du weißt, an welchem Ort er sonsten pflegt zu stehn.