Die Tugend eilte fort: der Saal blieb unterdessen Die Kostbarkeit des Stabs nur heimlich zu ermessen; Das Kreuz welches man das Ferdinandeische zu nennen pflegt weil Kayser Ferdin. II. in der äussersten Ge- fahr ganz besondern Trost dabey fand. Man sähnte sich darnach. Sieh da! von ungefähr
Dringt ein erweckter Lerm von Ohr zu Ohr daher. Wo man von diesem Saal konnt auf die Gasse sehen, Dort sieht man ein Gedräng, ein Lust-Getöß entstehen; Man reißt die Fenster auf; und viele dringen hin
Als wann ein Wunderwerck vor dem Palast erschien. Man sieht befremdet an, wie sich der Saal verwirret, Wie die Neugierigkeit durch alle Reihen irret. Ich weiß nicht, wie geschwind sich alles lebhaft macht;
Man lispelt, redet, horcht; man sähnt sich, lauft und lacht. Es fragt die Königinn den Rath was es bedeute? Was dann den Saal so schnell zu diesem Lerm verleite? So hör’ ich, daß der Greiß selbst voller Wunder spricht:
Der Zufall sey ihm neu, er wiß' es selber nicht. Er geht von dorten fort, vielleicht es zu ergründen, Warum dann dieß Geräusch, die Regungen entstünden. Weil man nichts trauriges, nur Freuden-Zeichen spührt,
So zeiget jedes Herz sich desto mehr gerührt. Indessen hört man nur ein Wort von Adler-Schaaren: So will fast jeder Wiz dadurch was offenbaren. Der Alte kommt zurück, und mit vergnügtem Sinn
Naht er sich zu dem Thron und sagt der Königinn: Es sey ein Adler-Schwarm auf den Palast geflogen, Das habe diesen Saal, auch schon das Volck bewogen. Zugleich fängt überall ein neues Murmeln an,
Man zweifelt, fragt und rätht, was es bedeuten kann.
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