„noch etwas Königinn! dem Blick in das Gemach
„denck ich noch immerfort, nicht unentsezet, nach.
„ich weiß nicht, ob mich nur ein Schattenwerck verführte;
”Ob mich was wirckliches, doch mit Verblenden, rührte:
„ich öffnete die Thür; ich stuzt’, ich schwieg, ich stand,
„weil ich Verwundrungs-voll dort einen Priester fand;
„er kniete vor dem Kreuz, als ihn mein Aug erblickte;
„gleich stund er auf, daß ich darüber mich entzückte.
”Er sprach kein Wort, er gieng, und als er mich verließ,
„so merckt’ ich, daß er sich fromm, hold und freundlich wies;
„zuvor noch mit der Hand des Kreuzes Zeichen machte,
„mein Herz in Wanckelmuth, mein Aug in Wunder brachte;
„weil er aus dem Gemach, ich weiß nicht wie, verschwand,
”Daß ich ihn nirgends mehr als in den Sinnen fand.
„wie ward ich nicht erschreckt? mein Herz fieng an zu schlagen,
„und wollte mir von nichts, als von Entsezung sagen.