„die Wercke meiner Kunst seynd mahlen, schnizen, bauen,
„die Nachwelt kann darinn der Vorwelt Thaten schauen;
„da meine Schwester nur Red-lose Blätter schreibt,
„wodurch der Nachwelt nichts zu lernen überbleibt;
”Weil an dem Innhalt nichts als stumme Farben kleben,
„die durch das bunte Licht ein Schatten-Spiel erheben.
„wie trüge sie das Recht, die List, den Meineyd vor?
„wie mahlte sie, wie man dort Staat und Land verlohr?
„wie der mit Freundschaft prahlt, wann er den Haß verhöhlet?
”Wie der zu seiner Hilff nicht Menschen, GOtt erwählet?
„was unserm Aug entgeht, entwirfft der Pensel nicht.
„was man nicht sehen kann, ist weder grau noch licht.
„so wißt ihr wie die Kunst der Farben eingeschräncket,
„wogegen mein Gesang erzählt, was man gedencket.