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1704–1777

Achtes Buch.

Franz Christoph von Scheyb

„ist der Beweis zu schwach, mich allen vorzuziehen, „so sey mir die Geduld noch zu dem Wort verliehen: „das Werck soll ewig stehn, das man errichten will; ”Weiß jemand so zu baun, so leg ich mich zum Ziel.

„allein ich zweifle sehr, daß meine Kunst nicht siege, „wann ich, was meine Kraft vermag, zusammen füge. „freundinnen! bauet, mahlt, schnizt, macht was euch beliebt; „ergreifft was die Natur der Kunst zur Hilffe gibt!

”Bringt ein Gebäu von Stein, von Erz und Stahl zusammen, „erwählt den Grund dazu, von dem die Berge stammen. „gießt, schmiedet und erhöht Colossen von Metall; „beschirmt sie für Gewalt, Erschüttrung, Sturz und Fall:

„wird alles dieß so lang, als was ich baue, stehen, ”So muß es mit der Welt und eher nicht vergehen. „und bey dem Untergang bey dem gemeinen Fall „vernehmt ihr noch im Sturm der edeln Flöte Schall,

„der dauert immer fort. Wofern ihr ihn nicht höret, „so ists, weil das Getöß euch Ohr und Sinnen störet. ”Der Nahme, dessen Ruhm der Cither Klang besingt, „grünt, wächst und steigt so lang biß er zur Sonne dringt,

„er trozt den Zahn der Zeit, das Feur, den Stahl, das Eisen, „so gar dem Neid kann er die heitre Stirne weisen.

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