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1704–1777

Achtes Buch.

Franz Christoph von Scheyb

„so lang, Freundinnen ihr in diesem Kreiß gesessen, „habt ihr das Wichtigste, das Edelste vergessen. „es seynd zwey Prinzen da. Wem ist es unbekannt? „der

”Das Königliche Paar, um welches man gestritten, „o ewig grüner Baum! erzeuget solche Blühten. „erwählet diese Zwey zum vorgesezten Ziel! „ich weiß, daß es dem Herz der Königinn gefiel.

„ich glaube nicht, daß ich durch diesen Vorschlag fehle; ”Sie seynd der Königinn Vergnügen, Trost; ja Seele. „geht, fragt das Vaterland! tragt ihm die Meinung vor! „was sagt der Treueste dem Treuesten ins Ohr?

„o schickte GOtt dem Thron, so spricht und sprach man, Erben! „sonst muß der Baum des Heils, des Wohlergehns verderben! ”Ist dieser Ruff euch fremd, so werfft nur einen Blick „auf jene Sorg und Furcht, auf jenes Leid zurück,

„in dem wir lang verzagt und halb verzweifelnd standen, „weil, wo wir hingesehn, wir keine Kinder fanden. „die seynd der Völcker Trost, Wunsch, Hoffnung, Zuversicht, ”Der Kronen Werth und Schmuck, der Staaten Gleichgewicht.

„wird von der Feinde Groll gleich etwas angesponnen, „so baut man auf den Glanz dergleichen Morgen-Sonnen. „was aber mich betrifft, so seht die Mutter an „und sagt, ob mein Bemühn auch mir was nuzen kann.

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