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1800

Zum Geburtstag seiner Hausfrau 1814

Max von Schenkendorf

Drei Güter hat die milde Hand Der Vorsicht mir gegeben: Die Freiheit und das Vaterland, Und dich geliebtes Leben!

Wie glänzen in der Freiheit Strahl Die Thäler und die Höhen! Wie wird mein freundliches Gemahl In ihnen sich ergehen!

Der Frühling sendet schon den Hauch, Die Welt will sich verjüngen, O laß mich, schöne Herrin, auch Nun reuten, schaffen, singen!

Nun hat die deutsche Heldenkraft Erkämpft die deutschen Ehren, Nun soll erst fromme Pilgrimschaft Uns rechte Lust gewähren.

Gott wolle dir, geliebtes Weib, Zur Lust von späten Jahren, Den ewig blüh'nden süßen Leib, Die blüh'nde Seele sparen.

Wir ziehen froh Land aus, Land ein Dem Guten nach und Schönen, Und sehen in der Stadt am Main Den deutschen Kaiser krönen!

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