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1800

Warum er ins Feld zog

Max von Schenkendorf

Ich zieh' ins Feld, mich hat geladen Ein heiliges geliebtes Haupt; O Dank den ew'gen Himmelsgnaden, Mein König hat den Kampf erlaubt.

Ich zieh' ins Feld für meinen Glauben, Für aller Welten höchstes Gut; Am Nile schwur der Feind zu rauben Uns vom Altar des Heilands Blut.

Ich zieh' ins Feld für ew'ges Leben, Für Freiheit und uraltes Recht; In frischer Kraft soll sich erheben Der Mensch, zu lange schon ein Knecht.

Ich zieh' ins Feld um Himmelsgüter Und nicht um Fürstenlohn und Ruhm; Ein Ritter ist geborner Hüter Von jedem wahren Heiligthum.

Ich zieh' ins Feld für Deutschlands Ehre, Das Lustspiel alter Heldenwelt, Daß Lied und Minne wiederkehre In unser grünes Eichenzelt.

Ich zieh' ins Feld mit freien Bauern Und ehrenwerther Bürgerzunft; Ein ernster Schlachtruf ist ihr Trauern Um alter Zeiten Wiederkunft.

Ich zieh' ins Feld, daß ferner gelte Mein Adel, meine Wappenzier, Daß mich der Ahnen keiner schelte Einst an des Paradieses Thür.

Ich zieh' ins Feld für meine Dame, Die schönste weit im ganzen Land, Daß ohne Tadel sei der Name Den sie zu tragen würdig fand.

Ich zieh' ins Feld, wo tausend sinken Als Bürger einer bessern Welt; Soll mir der Todesengel winken, Hier bin ich, Herr, ich zieh' ins Feld.

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