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1800

Bei seines Vaters Tod

Max von Schenkendorf

Schlaf' in deiner engen Kammer, Lieber alter Vater, schlaf', Glücklich, daß nach langem Jammer Noch dich frohe Zeitung traf.

Dank dir, daß in unsre Herzen Du der Ehre Muth gelegt, Der wol Hunger, Durst und Schmerzen, Knechtschaft nie und Schande trägt.

Wenn auch Fremde dich begraben, Schlaf' in freier Erde nun, Lieber Vater, schau', wir haben Jetzt ein beßres Werk zu thun.

Dann erst, wenn die deutschen Auen Keine Feinde mehr entweihn, Wollen wir dein Grabmal bauen, Schreiben deinen Leichenstein.

Oben in den blauen Hallen, Bei den Vätern weile du, Unser Waffenruf soll schallen Bis in deine sel'ge Ruh'.

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