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1800

3.

Max von Schenkendorf

Blüten wehen, Lieder klingen Durch des Lenzes grüne Hallen, Liebestrunkne Nachtigallen Hört man von den Rosen singen.

Und auch du, o Liederseele, Regest nun die zarten Flügel; Ach, zu welchem Blumenhügel Schwebet meine Philomele?

Nur in Sarons Rosendüften Will sie künftig sich berauschen, Und auf Engelharfen lauschen, Sanft umspielt von Himmelslüften.

Doch sie werden ihr bald lauschen, Schweige du, mein tiefes Grämen! Bald wird man ihr Lied vernehmen, Wo die Lebensbäche rauschen.

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