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1753

Ermunterung zum Vergnügen

Johann Georg Scheffner

Mädchen deiner Purpurschnecke, Wenn ich ihr Gefühl erwecke, Ströhmen tausend Reitze zu, Und der Morgenglanz Aurorens,

Und die Rosenlippen Florens Sind dann nicht so schön wie Du. Als ich in der Geisblatslaube Deines Weinstocks schönste Traube,

Naß von eignem Thau jüngst sah', Da schien dem gebrochnen Blicke, Sanft berauscht vom Schäferglücke, Peters dritte Himmel nah.

Lieblich lächelt Doris Miene, Wenn den Stachel Amors Biene In das Myrthenkörbchen sticht: Venus, die Duft um sich hauchet,

Wenn Adon den Altar brauchet, Macht kein himmlischer Gesicht. Um die Lebensquelle wohnen Scherze, die auf Locken thronen,

Ohne Menschenkunst frisirt. Freude lacht um ihr Gestade, Wenn in ihr Baßin zum Bade Amor seinen Liebling führt.

Hör' wie er im Bade spielet, Plätschernd seine Flamme kühlet, Aufspringt, wieder abwerts schießt: Laß ihn baden, laß ihn keltern

Bis aus allen Lustbehältern Dank in Deine Quelle fließt.

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