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1854

Wahre Schönheit

Adolf Friedrich von Schack

Wenn du in den Fürstensälen, Mädchen, bei der Kerzen Schein Strahlst im Glanze der Juwelen, Glaubst du schön zu sein?

Wie von Welle hin zu Welle Hurt'gen Flugs die Schwalbe streicht, Auf des Marmorbodens Helle Schwebst du flügelleicht.

Aus des braunen Lockenhaares Fülle, die dein Haupt umflicht, Leuchtet deiner Augen klares, Blaues Himmelslicht.

Aber eisig ist ihr Schimmer, Wie der Diamanten Pracht, Wie das frostige Geflimmer Der Dezembernacht.

Ob mit allem, was auf Erden Prächtig ist, du dich umgiebst, Mädchen, schön erst wirst du werden, Glaub mir, wenn du liebst!

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