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1854

Nur Mut

Adolf Friedrich von Schack

Laß das Zagen! Trage mutig Deine Sorgen, deine Qual! Sei die Wunde noch so blutig, Heilen wird sie doch einmal.

Unter tiefer Eisesdecke Träumt die junge Knospe schon, Daß der Frühling sie erwecke Mit der Lieder holdem Ton.

Nur empor den Blick gewendet, Und durch düstres Wolkengrau Bricht zuletzt, daß es dich blendet, Glorreich noch des Himmels Blau!

Aber auch die trüben Stunden Und die Thränen, die du weinst, Glaub, wie Freuden, die entschwunden, Süß erscheinen sie dir einst.

Und mit Wehmut, halb nur heiter, Scheidest du für immerdar Von dem Leiden, dem Begleiter, Der so lange treu dir war.

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