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1854

Ines

Adolf Friedrich von Schack

Mädchen, deiner Stimme Lachen, Deiner Wangen Rosenlicht, Sei's im Schlummer, sei's im Wachen, Andres träum' und denk' ich nicht.

Bei der Kastagnetten Schmettern, Deiner Blicke feuchtem Glanz Beb' ich, gleich des Lorbeers Blättern, Drunter du dich schwingst im Tanz.

Länger ist's mir nicht geheuer; Zauber mußt du üben, Kind, Daß das Blut wie sengend Feuer Wild mir durch die Adern rinnt.

Ja, mir ahnt, bei deiner Amme, Die als Hexe allen gilt, Hältst du nächtlich in die Flamme Meines Herzens wächsern Bild.

In der Brust dann banges Klopfen Fühl' ich, Glut wie siedend Erz; Ach! geschmolzen fließt in Tropfen Auf den Herd mein armes Herz!

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