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1854

In den Apenninen

Adolf Friedrich von Schack

Unter grüner Eichen Aesten Und der Pinien dunklen Kronen, In den ewigen Palästen Der Natur hier laß uns wohnen

Und, wo zwischen Lorbeerrosen, Zwischen wilden Erdbeerbäumen Thalhinab die Bäche tosen, Einsam, weltvergessen träumen.

Einen Kranz von Lotos schlingen Wollen wir in unsre Locken, Und ums Haupt uns duftend klingen Sollen seine Blütenglocken,

Während beim Gesumm der Bienen, Bei dem Schall der Hirtenpfeifen, Wir der düstern Apenninen Felsenwildnisse durchstreifen.

Bald der Wipfel mächt'gem Brausen Und dem Lispeln, all dem Regen Lauschen wir, bald in den Pausen Unsrer eignen Herzen Schlägen,

Und mit hohem Klopfen sollen Sie einander Kunde geben, Wie wir, für die Welt verschollen, Einer nur dem andern leben.

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