Skip to content
1854

Herbstgefühl

Adolf Friedrich von Schack

Wie wenn im frost'gen Luftzug tödlich Des Sommers letzte Blüte krankt, Und hie und da nur, gelb und rötlich, Ein einzles Blatt im Windhauch schwankt:

So schauert über meinem Leben Ein nächtlich trüber, kalter Tag; Warum noch vor dem Tode beben, O Herz, mit deinem ew'gen Schlag?

Sieh rings entblättert das Gestäude! Was spielst du, wie der Wind am Strauch, Noch mit der letzten, welken Freude? Gieb dich zur Ruh! Bald stirbt sie auch.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Herbstgefühl · Adolf Friedrich von Schack · Poetry Cove