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1854

Genügen in der Liebe

Adolf Friedrich von Schack

Einst war in allen ihren Räumen Die Erde mir kaum weit genug; Kein Land, kein Meer, wohin in Träumen Mich nicht der Seele Flügel trug.

Auf Höhn, zuerst bestrahlt vom Morgen, In Tiefen, die kein Senkblei mißt, Wähnt' ich den großen Schatz verborgen, Der einzig wert des Suchens ist.

Doch jetzt: o mehr, als was ich ehe Gesucht am fernsten Meeressaum, Fand ich bei dir in trauter Nähe; Noch fass' ich alles, alles kaum.

Und, ganz das Glück nun zu genießen, Das mir der schönste Tag geschenkt, Möcht' ich der Welt mich rings verschließen, In deinen Anblick nur versenkt.

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Genügen in der Liebe · Adolf Friedrich von Schack · Poetry Cove