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1854

6.

Adolf Friedrich von Schack

Wieder schreit' ich längs des Stromes, Wo uns, wenn mit ihr ich ging, Trunken an des Himmelsdomes Abendglanz das Auge hing.

Da bei Glocken-Spätgeläute, Das in milden Melodien Durch das Laub scholl, überstreute Uns mit Blüten der Jasmin;

Und die Abendnebel rauchten Golden aus der Felsenkluft; Zwischen unsre Küsse hauchten Wilde Rosen ihren Duft.

Stumm ist nun der Klang der Glocken, Längst der Blumen Duft verweht, Und des Stromes Wellen stocken, Wo mein Fuß vorübergeht;

Auf zum dunkel-abendroten Himmel blick' ich trauerbang: Denn der Schatten einer Toten Geht mit mir das Thal entlang.

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