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1854

6.

Adolf Friedrich von Schack

Schmerz, der keinen Namen kennt, Aber allempfunden Durch das Herz der Wesen brennt In Myriaden Wunden;

Mächt'ger, welchem unbewußt Schon die zarten Kleinen, Saugend an der Mutter Brust, Ihre Thränen weinen;

Den der Tag, der junge, haucht In den Morgenwinden, Und in den zurückgetaucht Seine Strahlen schwinden;

Der in jedem Glockenschlag, Wie mit eh'rnem Hammer, Du das Herz, das schon zerbrach, Brichst durch neuen Jammer:

O, wird ewig deine Macht, Wird sie ewig währen Und noch in der Grabesnacht Unsern Schlummer stören?

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