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1854

5.

Adolf Friedrich von Schack

Was fliegt das Schiff, was lenkt das Steuer Den Kiel durch dunkelblaue See? Ach! zu der einen, die mir teuer, Trägt mich der Wellen keine je!

Klar, aus des Ostens Purpurquelle, Strömt auf das Meer des Frührots Glut, Und jubelnd in der goldnen Helle Berauscht sich die beschäumte Flut.

Und Inseln, duft'ge Küsten schwimmen An mir vorbei im Morgenwehn, Und zwischen Palmenhainen glimmen Die goldnen Kuppeln von Moscheen.

Doch ob sich mir mit lichten Thoren Der Orient erschließen mag, Zu ihr zurück, die ich verloren, Blick' ich in den gesunknen Tag.

Fern dort bei Sturm und Blättertreiben Blinkt weiß ein Grabstein durch die Nacht; Da schläft sie unter dunklen Eiben Den Schlaf, aus dem sie nie erwacht.

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