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1854

35.

Adolf Friedrich von Schack

Komm, daß wir diese Stunde Arm in Arme Zur seligsten des Lebens weihn! Vergessen soll die Welt mit ihrem Harme Im Vollgenuß der Liebe sein!

Fernab ist die Vergangenheit versunken; Und, ob ein Tag dereinst uns trennt, Nicht denk' ich's, während meine Seele trunken Im Kuß auf deinem Munde brennt.

Verwehn, in der Gefühle Sturm gebrochen, Mag auf den Lippen uns das Wort, Die Pulse doch, die aneinander pochen, Die beiden Herzen reden fort.

Und wird das finstre Thor vor uns erschlossen: Wie scheuten wir den letzten Pfad, Die wir in einer Stunde so genossen, Was Herrlichstes das Leben hat?

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