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1854

31.

Adolf Friedrich von Schack

Fliegt, durch die zitternden Reben Ins Stübchen, ihr Töne, fliegt, Wo hinter den Gitterstäben Die Kleine schlummernd liegt!

Schon beim Klange der Saiten Regt sich die Schläferin; Liebliche Träume gleiten Fühlt sie durch Seele und Sinn!

Web aus tönenden Maschen, Webe ein Netz, mein Lied, Im Schlummer ihr Herz zu haschen, Das wachend scheu vor mir flieht.

Länger mit Lachen und Necken Höhnen mich soll es nicht mehr; Wo es sich mag verstecken, Fang es und bring's mir her.

Nicht zürnen wird sie dem Diebe, Der es geraubt über Nacht, Wenn aus Träumen der Liebe Beim Morgenrot sie erwacht.

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31. · Adolf Friedrich von Schack · Poetry Cove