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1854

27.

Adolf Friedrich von Schack

Dein Mund, vollatmend heiß an meinem Munde – Dein Herz mit hohem Schlag an meins gepreßt, Wie weihst du jede flüchtige Sekunde Des Tages mir zum Liebesfest!

Und dann die heil'gen, wonnemüden Nächte, Das Schwelgen Arm in Arm und Brust an Brust! Mißgönnen nicht dem sterblichen Geschlechte Die Götter solche Himmelslust?

Ja, denk' ich alles, was du mir gegeben Und noch mir giebst, so fürcht' ich ihren Neid; Leicht zuckt ihr Blitzstrahl nieder auf ein Leben, Das allzu voll von Seligkeit.

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27. · Adolf Friedrich von Schack · Poetry Cove