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1854

24.

Adolf Friedrich von Schack

Schleich, Gesang, mit leisen Tritten, Schleich an der Geliebten Pfühl! Dir vertrau' ich, keinem dritten, All mein innerstes Gefühl.

Meine Lieder all, auf denen Frisch noch liegt des Herzens Tau, Blinkend von der Liebe Thränen, Bringe hin der teuren Frau!

Trag zu ihr, was mir an Früchten In der Seele je gedieh; Goldnen Aepfeln gleich, am lichten Weihnachtsbaum umleucht' es sie!

Auf der Lautentöne Wellen, Die sich suchen, die sich fliehn, Glitzernd laß dahin den hellen Schein durch ihre Träume ziehn,

Bis dem Schimmer und dem Klange Ihre Seele Antwort giebt Und ein Rot auf ihrer Wange Mir verrät, daß sie mich liebt.

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24. · Adolf Friedrich von Schack · Poetry Cove