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1854

11.

Adolf Friedrich von Schack

In deinem Blick sich ewig sonnen, Wohl wär' es Himmelsseligkeit; Allein auch mit dem Mindern schon Zufrieden sei der Erdensohn!

Denn in der Liebe großen Wonnen Wird Glück sogar das Trennungsleid! Glück nenn' ich's, wenn im Abschiedsharme Die Stimme flüstert: noch einmal!

Und aneinander wiederum Die Lippen zittern freudestumm, Bis langsam sich der Arm dem Arme Entwindet in des Scheidens Qual;

Und Glück dann, wenn ein teurer Name, Der Rose gleich, die einsam blüht, Mit Duft des Fernseins Oede füllt, Bis sich das Weh in Seufzern stillt

Und heißer nach dem Trennungsgrame Der Kuß des Wiedersehens glüht.

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