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1854

11.

Adolf Friedrich von Schack

Ringsum nun wird es stille, Indes der Tag versinkt Und froh im Gras die Grille Den Tau der Dämmrung trinkt.

Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie atmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlaf und Traum.

Den Vögeln, wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all in Ruh.

Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt!

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