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1854

10.

Adolf Friedrich von Schack

Duftendes Geißblatt, steige Höher empor, daß Ast mit Ast, Ranke mit Ranke sich dicht verzweige Zu der Liebe Sommerpalast!

Süß ist's, wie wir zusammen Ruhen unter dem wogenden Grün Und des Laubes smaragdene Flammen Uns zur Seite, zu Häupten sprühn.

Aber dichter und dichter Schließ um uns sich das Blättergerank, Immer noch spielen zitternde Lichter Zu uns herab auf die Rasenbank.

Zeugen der Wonne dürfen, Wenn in der Laube wir nachts zu zwein Mund von Munde den Odem uns schlürfen, Selbst die schweigenden Sterne nicht sein!

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