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1798

32. Phantasie

Johann Gaudenz von Salis-Seewis

Wie sie wandelt auf den Birkenhöhen, Thymian und Skabiosen pflückt, Wie sie sich zur Blumenlese bückt, Wie sich ihres Schleiers Falten blähen,

Wie die apfelgrünen Bänder wehen, Von dem Strohhut mit Schasmin umstrickt, Wie sie sinnt, von Weizengold umnickt: Kann mein Geist durch Trennungsdunkel sehen.

Meiner Phantasieen Zirkeltanz Führt und schließt das Ätherbild der Hehren, Wallend wie der Lichtglanz auf den Ähren. Jede Ros' entknospet ihr zum Kranz;

Jedes Sommerabends Purpurglanz Leiht die Glorie, sie zu verklären.

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