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1798

12. Unsre Freuden

Johann Gaudenz von Salis-Seewis

Träume sind des Lebens beste Freuden, Täuschung nur und eitler Flitterschein! Drum so will ich mich am Wahne weiden, Weder klügeln noch zu weise sein.

Keuscher Liebe heilige Gefühle Und der Freundschaft festes Seelenband Sind des Pilgers Trost in dem Gewühle Auf der Wallfahrt in sein Vaterland.

Sind es Träume: O so laßt mich träumen, Bis im Tode sich mein Auge schließt. Dort erwach' ich, wo bei Lebensbäumen Ungetrübt der Quell der Freuden fließt.

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