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1900

Wache Nächte

Gustav Sack

Tief schläft die Stadt und wieder schlägt es drei; doch eine Ewigkeit muß noch verfließen, bis aus den feucht verhangenen Verließen der alte lichtdurchtönte Tag sich frei

gemacht und ihn mit ihrem Morgenschrei die schwarzen Amseln von den Dächern grüßen. Drei Nächte – drei endlose Nächte stießen sich hohl und qualenwach an mir vorbei –

doch während sie die längst verharschten Wunden blutig aufbrachen und im bangen Schoß der gähnend grenzenlos gedehnten Stunden des Tages Bitternisse riesengroß

aufbauschten, sah ich, obwohl ganz zerschunden, hellseherisch mein vorbestimmtes Los.

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