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1900

Die Uhren

Gustav Sack

In weichen Riesenknäueln, darin Traum und tiefer Schlummer brünstig sich umschlangen, durchfloß die Nacht den hochgewölbten Raum; so unaufhaltsam drangen

ihre Sammetwogen und so schwer und breit aus einer unerschöpfbaren Unendlichkeit, daß sie die Stadt, die Tages hier gestanden, fortschwemmten in die fernste Ewigkeit

und meine Sinne sie nicht wiederfanden, daß mich das Bodenlose ganz umfing und zitternd ich in seinem Brunnen hing – – – da ging ein Schlagen durch die Nacht,

von allen Türmen auf und nieder schwatzten die Uhren ihre Stunde wieder, wirr, hastig, auf und ab und ohne Ende zerbrachen sie mir meines Brunnens Wände

und riefen: es ist vier! ist vier! ist viere! – Da hab ich meines Schlummers laut gelacht und ihrer, dieser braven Uhrentiere.

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