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1900

Die Sprache

Gustav Sack

Sprachlos willst du die nackte Welt genießen und tief einfühlend dich in ihr verlieren, ohne in Worten sie zu porträtieren und sie in hohle Klänge umzugießen?

Doch aus der Sprache deine Wunder sprießen, in deiner Sprache nur kristallisieren die jähen Bilder, die gleich wilden Tieren chaotisch wütend durcheinander schießen,

zu deiner schimmernd festgefügten Welt. Und daß dich diese Worte selbst nur malen, klag sie nicht an, denn ohne sie zerfällt des Daseins Klang und siebenfarbig Strahlen

in ewig wüste Nacht, schaurig erhellt von aller Nöte flammenden Fanalen.

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